Aktuelle Versicherer-News zum Thema Datenschutz

Das Thema "Neue Datenschutzgrundverordnung DSGVO" ist immer noch in aller Munde.

 

Doch kann man die sich daraus ergebende Risiken auch über eine Versicherung abdecken oder handelt es sich dabei um unternehmerische Risiken, die die Firmen selbst zu tragen haben?

 

Eine pauschale Antwort auf diese Fragestellung ist leider nicht möglich.

 

Der D+O-Versicherer VOV nimmt sich in seiner Manager-Haftpflichtversicherung teilweise der Risiken an, die in Zusammenhang mit der Datenschutz-Grundverordnung entstehen können.

 

Die „D&O-Datenschutzversicherung“ der VOV GmbH tritt ein, wenn im Zuge eines behördlich verfolgten Datenschutzverstoßes der Betrieb oder seine Entscheidungsträger auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden. Diese Datenschutzpolice ist jedoch derzeit nur für kleinere und mittelständische Unternehmen angedacht. Sie wurde von der Rechtsanwaltskanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek PartGmbB mitentwickelt.

 

Werden z.B. Organmitglieder wie Geschäftsführer, Vorstände oder Aufsichtsräte bzw. der interne Datenschutzbeauftragte im Zuge eines behördlichen Datenschutzverfahrens in Anspruch genommen, springt die VOV D&O-Datenschutzversicherung aktiv mit einer eigenen Deckungssumme ein. Dieser Versicherungsschutz gilt jedoch ausschließlich für Inanspruchnahmen aufgrund behördlicher Ermittlungen wegen Datenschutzverletzungen der versicherten Personen bei Ausübung der versicherten Tätigkeit und stellt nur eine Annex-Deckung zur allgemeinen D&O-Versicherung dar.

 

Versicherungsschutz für die Dienstleistung eines externen Datenschutzbeauftragten

 

Mit einem neuen Versicherungskonzept für externe Datenschutzbeauftragte versichert Hiscox auch Strafgelder aus der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung.  

 

Damit unter Umständen auch sehr hohe Strafgelder versichert sind, die im Zuge eines Regressverfahrens auf Datenschutzbeauftragte zukommen könnten, sind dort auch Deckungssummen von bis zu zehn Millionen Euro versicherbar.

 

Die maximale Geldbuße nach DSGVO beträgt bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu vier Prozent des gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes im vorangegangenen Geschäftsjahr eines Konzerns.