Die Versicherung von Bauprojekten

Häufig ist ein Bauherr selbst am meisten von Schäden an seinem Bau betroffen. Bei größeren Bauvorhaben kann es deshalb ratsam sein, dass er derjenige ist, der den Umfang des Versicherungsschutzes bestimmt. Er kann dann selbst für einen einheitlichen und umfassenden Versicherungsschutz sorgen. Es ist daher ratsam, wenn der Bauherr, auf eigenen Namen und eigene Rechnung, alle versicherbaren Risiken (Planung, Ausführung und Bauleistung) in einem Vertrag bündelt. Dies hat den Vorteil, dass er dadurch die Inhalte des Versicherungsschutzes (wie z.B. Deckungs- und Versicherungssummen, Selbstbeteiligungen, Bedingungen und nicht zuletzt die Prämie) bestimmt.

 

Bauherr wird in diesem Konstrukt Versicherungsnehmer, Prämienzahler und im Schadensfall auch Anspruchsteller in einer Person. Er hat nicht nur den Umfang des Versicherungsschutzes selbst bestimmt, sondern kann auch sicherstellen, dass die Prämien rechtzeitig bezahlt werden und Schadenersatzforderungen nicht verspätet gestellt werden.

 

Bei intelligenter Vertragsgestaltung werden die Prämien auf die Planer sowie die ausführenden Firmen umgelegt, so dass dadurch für den Besteller keine weiteren Kosten entstehen. Die Prämienaufteilung kann z. B. bei den Planenden entsprechend den Honoraranteilen und bei den Ausführenden entsprechend der Bausumme nach DIN 276 (i.d.R. Kostengruppen 200-700) vorgenommen werden.

 

Die Selbstbeteiligungen sollten dann individuell für Bauherr, Planer sowie ausführende Unternehmen festgelegt werden.

 

Eine zusätzliche Kostenersparnis für den Bauherren kann darin liegen, dass der Versicherer ohnehin für alle gedeckten Risiken zu haften hat und daher häufig auf die zusätzliche Erhebung einer Prämie für die Bauherrenhaftpflichtversicherung verzichtet.

 

Eine solche umfassende Deckung hat den Vorteil, dass im Schadensfall häufig die mühsame Suche nach den Schuldigen entfallen und daher dann auch auf eine kostspielige Beweissicherung verzichtet werden kann. Somit können oftmals sehr zeitaufwändige gerichtliche Auseinandersetzungen vermieden werden.

 

Durch den Abschluss einer solchen Allgefahrendeckung durch den Bauherrn, wird die Wahrscheinlichkeit von Auseinandersetzungen während der Planungs-, Bau-, oder Nachhaftungsphase erheblich gemindert. Es gibt nur einen Versicherer, der zu leisten hat. Und zwar unabhängig vom Verschulden und unabhängig davon, ob es sich nun um einen Planungs- oder Überwachungsfehler, um einen Ausführungsfehler oder aber um einen Schaden durch Unbekannt handelt.

 

Wir haben mit einigen Versicherern dazu ganz spezielle Vereinbarungen entwickelt.

 

Die VERSICON-Bauspezial-Police beinhaltet die

  • Bauherren-Haftpflichtversicherung
  • Betriebs-Haftpflicht für alle am Bau beteiligten ausführenden Unternehmer
  • Berufs-Haftpflichtversicherung für alle am Bau beteiligten Architekten/Ingenieure/ Sonderfachleute
  • Bauleistungsversicherung
  • Bauleistungs-BU-Versicherung
 

Die Prüfung der Haftungsfrage und die Entscheidungsfindung zur Regulierung erfolgen ohne direkte Schuldzuweisung durch den Versicherer. Deshalb droht kein Verlust der Reputation für den Planer/Bauunternehmer. Der Versicherer prüft den Versicherungsfall, zahlt den Schaden im Rahmen und im Umfang des Vertrages. Der Bauablauf wird damit nicht gestört.

 

Der Versicherungsschutz der VERSICON-Bauspezial-Police besteht auch bei wechselseitigen Inanspruchnahmen der Baubeteiligten untereinander. Dies bietet sonst kein anderer üblicher Versicherungsschutz.

 

Wir bieten Ihnen ebenfalls die Möglichkeit, die gesetzliche Haftung von fünf Jahren einheitlich für alle Baubeteiligten auf 10 Jahre auszudehnen. Diese Erweiterung ist normalerweise über die Einzelverträge der Planer/Bauunternehmer nicht zu erhalten.

 

Im Übrigen wird bei der VERSICON-Bauspezial-Police grundsätzlich eine Kündigung im Schadenfall  ausgeschlossen.

 

Wenn Sie gerade ein solches Projekt gemeinsam mit Ihrem Auftraggeber planen, dürfen Sie uns gerne dazu ansprechen. Gerne beraten wir Sie dann weiter in dieser Thematik.